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Tom der guten Hoffnung - Weltwaerts Freiwilligendienst

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Spendenstand: 1.300€
16.12.2009 bis 16.12.2010 (endet in 3 Monaten)
Spendenziel: 1.800€
24.01.2010, 17:24 Uhr

Und auf einmal ging alles ganz schnell

Tja, es hat jetzt echt gedauert bis ich wieder zum bloggen gekommen bin. Nach der Rückkehr vom Vorbereitungsseminar ging auf einmal alles los. Wie ein Fluss der auf auf einmal Schmelzwasser bekommt und alles in einer großen Welle mit sich reißt haben mich die Vorbereitungen in Anspruch genommen. Jetzt tauche ich am anderen Ende wieder auf und merke, dass ich ziemlich weit flussabwärts gespült wurde, also dass die Abreise nur noch einige Tage bevor steht. Gestern habe ich mit einigen Freunden meinen Abschied gefeiert und die meisten werde ich jetzt wohl lange nicht mehr wieder sehen. Es ist ein sehr eigentümliches Gefühl, die letzten Tage vor der Abreise scheinen etwas surreal. So langsam schleicht sich die Erkenntnis ein, dass es wohl noch etwas dauern wird bis ich die gewaltigen Ausmaße dieses Schritts begreife. So viel geht nächsten Freitag zu Ende. Ich werde 21 sein, wenn ich zurückkomme und nicht mehr zu meinem jetzigen Leben zurückkehren. Danach werde ich wohl bald ausziehen und studieren. Vielleicht... :)

Und in Südafrika wird alles ganz anders sein. ICch meine, als ich in die USA gegangen bin, war ich auch ganz woanders, trotzdem sind die USA, denke ich, kulturell und von den allgemeinen Lebensumständen noch viel näher an uns dran. Außerdem bin ich dort zur Schule gegangen, was ich auch hier gemacht habe und ich habe als Jugendlicher in einer Familie gelebt. In Südafrika werde ich nicht nur mit einer ganz anderen Kultur, teilweise Sprache leben. Ich werde auch geregelt arbeiten, in einem neuen Aufgabenfeld, ich werde mit Gleichaltrigen zusammenleben und zwar 10 Stück und mir mit einigen auch ein Zimmer teilen. Auch das ist ungewohnt für mich, schließlich bin ich absolutes Einzelkind. 

Für Julia und Jennifer, die beiden Mädchen die mit mir nach Kapstadt ins CCE gehen, wird das ganze wohl noch "spannender." Wie wir vor ein paar Tagen erfahren haben, werden die beiden wohl nicht mit den anderen 29 Freiwilligen und mir in den drei gemieteten Häusern untergebracht, sondern sie werden im Township Khayelitsha bei einem der Projektleiter zu Hause wohnen. Das ist natürlich eine sehr extreme Nachricht, denn im Township gelten, obwohl versichert wurde, dass es sich um eine sichere Umgebung handelt, gelten gewisse Verhaltensregeln wie: 

-Nicht im Dunkeln rausgehen

-Kein Schmuck tragen

-Keine Wertsachen mitführen

-Nicht mit dem Handy auf der Straße telefonieren (wird sofort geklaut)

-Autos nicht unbeaufsichtigt stehen lassen

 

Und Jennifer und Julia, beide blond, werden in einer Umgebung, wo zu 99% Schwarze leben, wohl doch eher auffallen...

Aber nun gut, wir sind ja guter Hoffnung...

Viele Grüße

Ein in Abreisestressgefangener

Tom

 

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